Bittersüße Schokolade

Bruchsal (Hon). Anfang November 2017 waren die Elftklässler Tobias Wolf und Felix Westermann  in Wolfsburg, um an der Deutsch-Afrikanischen Jugendakademie Veranstaltung im Rahmen des Unesco-Projekts „Climate Action Now“ teilzunehmen. Felix berichtet wie folgt:

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir von der Akademie angenommen worden sind, da nicht jeder daran teilnehmen durfte und diese Akademie sehr spannende Workshops anbot. Als wir in der Autostadt Wolfsburg ankamen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und waren von den Eindrücken einfach nur begeistert. Als alle Schüler aus Deutschland und Afrika anwesend waren, hat der Leiter der DAJ eine Begrüßungsrede auf Englisch gehalten. Während der ganzen Akademie wurde ausschließlich Englisch gesprochen, da auch Schüler und Lehrer aus Kenia, Tansania und Senegal anwesend waren. Anschließend kamen wir zu unseren Präsentationen. Alle Schüler haben Präsentationen über ihr Projekt vorgestellt, mit dem sie sich auch für die Akademie beworben haben. Unsere Präsentation war über das Grünasium in der Forscher-AG und über das MEET-Projekt in Mitraniketan. Für unsere Präsentation bekamen wir sehr viel Lob, da wir so viele Projekte an unserer Schule am Laufen haben. Am Abend sind wir zu unserer Jugendherberge gebracht worden, die sich in Braunschweig befand. Wir wurden jeden Morgen nach Wolfsburg gefahren und abends wieder zurück nach Braunschweig gebracht.
Am nächsten Tag gab es zwei verschiedene Workshops zur Auswahl. Zum einen gab es den Workshop namens „Climate Friendly Cooking“ und einen anderen namens „Bittersweet Chocolate“. Tobias und ich haben uns für „Bittersweet Chocolate“ entschieden. Hier ging es hauptsächlich um die nachhaltige Produktion von Schokolade aus der Kakaobohne. „Bittersweet“ hat zwei Bedeutungen. Man kann es als Geschmack interpretieren, da die Kakaobohne sehr bitter ist und die fertige Schokolade sehr süß ist. Auf der anderen Seite kann man es auch so sehen, dass es schlimme Arbeitsbedingungen gibt und die Arbeiter auf der Plantage schlecht bezahlt werden. Uns wird die Schokolade als tolles Produkt verkauft, und wir bekommen nicht viel von den schlimmen Arbeitsbedingungen mit. Anschließend haben wir selbst Schokolade hergestellt.
Am Dienstag haben wir das Dessert für unser Mittagessen vorbereitet, welches schokoladenüberzogenes Obst war. Der andere Workshop hat die Hauptspeise gemacht, welche aus Salat, selbstgemachten veganen Brötchen und veganer Suppe bestand. Das Essen während der Akademie war immer ausschließlich vegan, da die Produktion von Fleisch sehr viel Wasser benötigt. Außerdem haben wir in drei verschiedenen Gruppen im Workshop nach Lösungsansätzen gesucht, wie man die Produktion von Schokolade nachhaltiger gestalten kann. Am Nachmittag hatten wir eine Debatte über das Thema: „Soll man jede Kultur schützen oder sind bestimmte Kulturen schlecht für die Menschheit“. Die Debatte war sehr interessant, da sich dabei alle Schüler rege beteiligten.
Mittwochvormittags besuchten wir die Volkswagen-Arena, welche direkt gegenüber der Autostadt liegt. Dabei wurden wir durch die ganze Arena geführt und waren sogar im interaktiven Museum des VFL Wolfsburg. Nachmittags kamen wir zu unserem letzten Workshop. Wir haben ein Theaterstück einstudiert, in dem wir verschiedene Persönlichkeiten darstellten, z.B. einen Journalisten oder einen Obdachlosen. Die Situation  sollte  eine Alltagsbegebenheit darstellen. Am Anfang des Theaterstücks haben sich alle Darsteller sehr schnell bewegt. Mit der Zeit bewegten sich die Akteure immer langsamer. Dies sollte den zunehmenden Stress und die Überarbeitung der Menschen darstellen. Gegen Ende des Theaterstücks lagen alle auf dem Boden, da sie nicht mehr atmen konnten. Abschließend sind alle wieder aufgestanden und haben sich gegenseitig geholfen. Die Botschaft war: Man soll sich nicht nur auf die Arbeit konzentrieren, sondern auch auf seine Mitmenschen! Das Theaterstück präsentierten wir auch am letzten Tag bei der Abschlussveranstaltung.
Diese fünf Tage waren sehr spannend. Es war sehr interessant zu erfahren, was die Afrikaner über ihr Leben in Afrika erzählten und welche Projekte und Ideen in Afrika zum Thema Klimawandel geplant und verwirklicht werden. Tobias und ich würden diese Akademie jederzeit wiederholen!

Felix Westermann, 11i, Heisenberg-Gymnasium Bruchsal

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