Dem Klimawandel die Stirn bieten

UNESCO-AG des HBG Bruchsal bei BNE-Kongress in Wolfsburg

Bruchsal (Liesbeth Sauter, Jamila Döffert). Seit Anfang des Schuljahres 2017/2018 existiert die UNESCO-AG am Heisenberg-Gymnasium Bruchsal. Im Zuge dessen wurden wir auf die Organisation YoupaN und ihren im Oktober stattfindenden Kongress YoucoN aufmerksam gemacht. Ziel war, die Jugend an der Umsetzung des nationalen Aktionsplans „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) zu beteiligen.
Wir beide nahmen aus Interesse an der Umsetzung einer nachhaltigen Welt teil. Der Kongress begann donnerstagabends mit einer Auftaktveranstaltung. Hier wurde uns detailliert erklärt, für was YoupaN und YoucoN eigentlich stehen.
YoupaN bedeutet „Jugendpanel“ (engl.: Ausschuss) und mischt die Welt der nachhaltigen Entwicklung mit ihren Gedanken und Taten auf.
Die YoucoN selbst stand unter dem Motto „Wir l(i)eben Zukunft“. Es ist ein Treffen von 125 engagierten jungen Menschen und bietet die Möglichkeit zum direkten Austausch in Diskussionen und Workshops.
Dies begann schon am Abend, indem sich uns die Förderer der YoucoN in der Autostadt in Wolfsburg vorstellten. Darunter fielen Vertreter der Autostadt und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die YouboX (weitere Vertreter der YoucoN) und die deutsche UNESCO-Kommission.
Im Anschluss gab es ein vegetarisches oder veganes Abendessen. Fleischlose und nachhaltig produzierte Produkte lagen den Veranstaltern und vielen Teilnehmern sehr am Herzen. Dabei geht es nicht nur um den Punkt des Tierschutzes und der Tierquälerei. Es geht besonders darum, dass in der Fleischproduktion sehr unökonomisch gearbeitet wird, sodass zum Beispiel der CO2 - Ausstoß extrem hoch ist; zudem werden viele Millionen Liter Wasser verschwendet. Beispielsweise werden laut PETA zur Produktion eines einzelnen Steaks 4.000 Liter Wasser verbraucht.
Den Freitag verbrachten wir auf einer Exkursion zum Hambacher Forst, die von Greenpeace unterstützt wurde. Da am darauffolgenden Tag die Großdemonstration zur Erhaltung des Hambacher Waldes stattfinden sollte, hatten viele Teilnehmer der YoucoN im Voraus den Wunsch geäußert, diese zu besuchen. Aus organisatorischen Gründen wurde uns die Möglichkeit angeboten, am Freitag den Tagebau und das Protestcamp zu besichtigen. Zusätzlich wurden zwei Politiker und Mitglieder der RWE eingeladen, um mit uns zu diskutieren und den Dialog zu fördern. Allerdings erschien keiner. Vertreter von Greenpeace und der Klima-Allianz Deutschland gaben uns Informationen zum Wald und den derzeit ablaufenden Aktionen. Dass die Eingeladenen nicht erschienen sind, zeigt genau den Punkt, welchen wir am Hambacher Forst und auf der YoucoN bemängelt hatten. Jungen Menschen finden kaum Gehör und werden, vor allem in Bezug auf den Hambacher Forst, vollkommen außer Acht gelassen, obwohl genau unsere Generation später die Folgen und den Klimawandel zu tragen haben werden.
Sehr beeindruckend war es, den Kontrast zwischen Restwald und gerodeter Fläche zu sehen, die nahezu einer Mondlandschaft gleicht.
Danach wurden wir zum Mittagessen von den Aktivisten, die im derzeitigen Protest-Camp leben, eingeladen. Es bot uns eine sehr interessante Möglichkeit, mit Aktivisten in den Austausch zu gelangen.
Zum Zeitpunkt der am Samstag stattfindenden Großdemonstration befanden wir uns jedoch wieder in Wolfsburg. Nur circa dreißig Besucherinnen und Besucher hatten am Tag davor an der Exkursion teilgenommen, die anderen hatten den Tag in verschiedenen Workshops verbracht. Das Ziel dabei war, Ideen zu sammeln, wie man das Thema Nachhaltigkeit besser in der Bildung verankern kann. Die unterschiedlichen Workshops waren wiederum auf frühkindliche, schulische, hochschulische, berufliche, non-formale und informale Bildung spezialisiert. Die Ergebnisse und Forderungen gingen von mehr Hören auf die Jugend, über Weiterbildung von Lehrkräften, bis zu dem Entschluss, dass Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft unausweichlich gemacht werden muss. Dies war auch allgemein das Ziel der YoucoN: Forderungen an Politiker und einflussreiche Menschen stellen, wie man die Nachhaltigkeit besser in der deutschen Bildung verankern kann. Dies eben aus Sicht der jungen Menschen, die teilweise einfach besser beurteilen können, wie so etwas bei ihnen ankommt und wissen, wie man es dazu passend optimieren kann.
Ein Punkt, der uns auf der YoucoN sehr begeisterte, war, dass wir von allen Instanzen ernst genommen wurden und ein Mitspracherecht hatten. Gerade dadurch wurde es möglich, auf einer sehr hohen Ebene zu diskutieren und dementsprechende Ergebnisse entwickeln zu können.
Auch ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ mittlerweile fast jedem bekannt, weshalb sich häufig das Problem ergibt, dass er überhört wird und dass seine eigentliche Wichtigkeit in Vergessenheit gerät. Zum Glück gibt es engagierte Menschen, wie die, die wir auf der Konferenz kennenlernen durften, welche innovativ helfen, Nachhaltigkeit in der Bildung wieder neu und stärker zu verankern.
Auch in Bezug auf unserem Schwerpunkt, dem Hambacher Forst, zeigt es sich, dass nachhaltige Bildung extrem wichtig ist. Hätten die Vorsitzenden von RWE in der Schule mehr über Nachhaltigkeit, Klimawandel und Klimaschutz gelernt, würden sie heutzutage vermutlich nicht solche Entscheidungen treffen.

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