Das UNESCO-Camp in Blaubeuren

Ettlingen (Mu). Das Heisenberg-Gymnasium ist eine UNESCO-Projektschule und daher ein Teil des UNESCO-Schulnetzwerks. Ein traditioneller Bestandteil dieses Netzwerkes in Baden-Württemberg ist es, dass sich seine Mitglieder regelmäßig in einem Camp treffen, um einerseits gemeinsam Aktionen zu erleben, andererseits aber auch genügend Zeit zu haben, um untereinander Ideen, Erfahrungen und Möglichkeiten auszutauschen.
Nachdem coronabedingt das Camp nun zweimal verschoben werden musste, konnte es vom 27.06. bis 29.06.2022 endlich wieder stattfinden. Dazu trafen sich 60 Schüler und Schülerinnen sowie auch Lehrkräfte in der Jugendherberge Blaubeuren. Von uns waren acht Sechs- und Siebtklässler aller drei Standorte des Heisenberg-Gymnasiums mit dabei, begleitet wurden sie vom Lehrer Dietmar Muser, der die UNESCO-Arbeit am Standort Ettlingen koordiniert.
Der Montag war geprägt vom ersten Kennenlernen und einer Wanderung, die nach prägnanten Felsen und einer Steinzeithöhle mit einem mühsam erlaufenen Eis am Blautopf endete. Diese zweitgrößte Karstquelle Deutschlands macht ihrem Namen alle Ehre, da ihr Wasser in einem tiefen Blau leuchtet.
Abends erhielten wir gleich zwei spannende Vorträge. Einen von Mitgliedern des Höhlenvereins Blaubeuren, die über ihre mühselige und ehrenamtliche Arbeit zur Erforschung der Höhlensysteme rund um Blaubeuren berichteten. Dies war nicht nur sehr spannend, sondern auch sehr beeindruckend. Danach hielt die Fledermaus-Expertin Ingrid Kaipf einen Vortrag über das Leben der Fledermäuse, den sie allerdings kurz unterbrechen musste, um eine junge Fledermaus zu füttern, die sie in ihrer Notaufnahme frisch aufgenommen hatte. Anschließend gingen wir alle noch einmal an den Blautopf, wo wir mit Hilfe von Detektoren die Rufe der jagenden Fledermäuse hören und auch viele Wasser-Fledermäuse beim Jagen beobachten konnten.
Am Dienstagvormittag gab es zwei Gruppen. Die eine durfte zum Hohlen Stein, einem Steinzeitfundort von Weltrang, wo sie Faszinierendes über die Steinzeit erfuhr und von dem sie mit steinzeitlichem Schmuck und mit Rötel bemalten Gesichtern begeistert zurückkam. Die andere Gruppe erkundete derweil die Klosteranlagen am Blautopf und bekam einen guten Einblick in das entbehrungsreiche und harte Klosterleben des ausgehenden Mittelalters.
Ein weiterer Höhepunkt war die nachmittägliche Exkursion in zwei Höhlen. Während die eine Gruppe die Sicherheit der Laichinger Tiefenhöhle, einer erschlossenen Schauhöhle, bevorzugte, vertraute sich die andere Gruppe zwei Mitgliedern des Höhlenvereins an und erkundete die Gustav-Jakob-Höhle. Diese erwies sich als ein echtes Abenteuer, schon allein der Zustieg war abenteuerlich steil und rutschig. Die Höhle selbst war selten so hoch, dass man stehen konnte und selten so breit, dass man die Hüfte nicht hätte anwinkeln müssen. Dafür bekamen alle, lehmverkrustet wie sie waren, eindrucksvolle Tropfsteine zu sehen.
Auch am Mittwoch sah uns der Blautopf wieder, dieses Mal waren wir in der Hammerschmiede, die vom Wasser der Quelle angetrieben wird. Als wir durch ihre Tür gingen, war es, als wären wir auf einer Zeitreise, denn die Mühle wurde seit ihrer Erbauung im Jahr 1805 kaum verändert. Hier zeigte uns ein Schmied die Kniffe und Tricks seines Handwerks und schmiedete geschwind einmal einen sehr kunstvollen Flaschenöffner, den er anschließend einem Schüler übergab.
Doch so beeindruckend das Programm auch war, noch schöner war es zu erleben, wie aus fremden Teilnehmerinnen und Teilnehmern in nur wenigen Tagen eine Gemeinschaft wuchs, die durch die Ideale der UNESCO verbunden wurde und diese nun neu motiviert weitertragen wird.

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