Auf ein Sterbenswort
Ettlingen (Ba). Beim Besuch der Ausstellung „Auf ein Sterbenswort – Eine Ausstellung über die Endlichkeit und das Leben“ im ehemaligen dm Gebäude in Ettlingen machten sich die Klassen 11 und 12 gemeinsam mit ihrem Religionslehrer Andreas Badior am 24.3.2026 auf eine intensive gedankliche Reise. Die Ausstellung stellte weniger das Hospiz in den Mittelpunkt, sondern uns selbst: unsere Zeit, unser Leben, unser Schicksal. Die filmischen Porträts und Fotografien von Menschen, die wussten, dass sie bald sterben würden – darunter auch Jugendliche – berührten viele. Man fragte sich unweigerlich, warum ein fünfzehnjähriger Junge sterben muss und wie man selbst mit einer solchen Situation umgehen würde. In der Ausstellung konnten dazu eigene Gedanken notiert werden und man konnte lesen, was andere Besucherinnen und Besucher dazu geschrieben hatten. Ein Gedanke blieb dabei besonders hängen: Wäre das Leben unendlich, wäre nichts kostbar. Endlichkeit macht Zeit wertvoll und Dankbarkeit möglich.
Die Ausstellung „Auf ein Sterbenswort“ wurde 2019 entwickelt und reist seit 2026 durch Deutschland. Ettlingen ist der erste Standort. Geschaffen wurde sie von Fotograf Stefan Baraniak, Soziologin Doris Krenhöfer und Regisseurin Sylvie Hohlbaum, die 19 Menschen getroffen haben, die bereit waren, ihre Gedanken und Ängste über das Sterben zu teilen.
Der Besuch regte zum Nachdenken an – über das Leben, über das Sterben und über das, was uns wirklich wichtig ist. Wir danken dem Hospizförderverein für das Engagement.
