Das UNESCO-Camp der Rheinschiene

Ettlingen (Mu). Einmal im Jahr treffen sich die UNESCO-Schulen zu einem informellen Austausch, und um etwas gemeinsam zu erleben. Dieses Jahr fand das Treffen im Nationalpark Nordschwarzwald statt und wir, Iva, Linnea und Henry aus der 5e und Carl-Philipp, Emily und Romy aus der 6e durften daran teilnehmen.
So trafen wir uns am 28.4. mit unserem Lehrer Dietmar Muser und fuhren mit dem „Musermobil“ zum Nationalpark-Zentrum am Ruhestein, wo wir uns mit ca. weiteren 50 SchülerInnen und LehrerInnen versammelten. Zusammen mit einer weiteren Gruppe aus Offenburg wurden wir dem Ranger Uwe zugeteilt, der die Tour „Wildnis entdecken“ anbot. So starteten wir auf einem Waldweg in den Wald hinein, und bevor wir dann in wegloses Gelände in den Wald abbogen, prüfte Uwe mit dem Spiel „Tor zur Wildnis“, ob wir überhaupt für die Wildnis tauglich sind. Da wir diese Prüfung schnell erfolgreich abschlossen, ging Uwe mit uns nun querfeldein durch dichten Wald bergab, zeigte uns verschiedene Besonderheiten und erklärte uns, was es mit dem Nationalpark auf sich hat. So ließ er uns zum Beispiel Sauerklee probieren und zeigte uns einen „Hexenbesen“. Das ist eine seltsame Wucherung an Bäumen, die durch einen Pilz entsteht. Er erzählte uns auch viel über Borkenkäfer und spielte dann mit uns ein Spiel, in dem wir als Fichten uns vor dem Borkenkäfer schützen mussten. Uwe spielte dabei den Borkenkäfer und war begeistert, da wir uns1,58 Minuten vor ihm schützen konnten und somit einen neuen Rekord aufstellten. Wir waren danach sehr stolz auf uns.
Es ging weiter durch einen wunderschönen Wald zu einer Lichtung, an der wir vesperten und ein weiteres Spiel spielten. Auf dem Rückweg konnten wir uns dann gegenseitig Geschenke machen. Mit verbundenen Augen führten wir uns gegenseitig vorsichtig durch die Wildnis zu einer besonders schönen Stelle, die wir ertasten und erfühlen durften. Nachdem wir wieder zurückgeführt wurden, war es nun unsere Aufgabe, mit offenen Augen unser „Geschenk“ wiederzufinden. Das hat viel Spaß gemacht!
Spätestens auf dem Rückweg, als Uwe uns durch richtig steiles Gelände führte, waren wir begeistert von ihm. Und er war begeistert von uns, da wir unterwegs Müll aufsammelten. Und was für Müll! Die anderen staunten nicht schlecht, als wir mit einem verrosteten Ölfass und zwei Autoreifen zur Abschlussveranstaltung kamen. Insgesamt war das ein richtig toller Tag!

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