Eine Frage der Verantwortung
HBG bei UNESCO-Tagung „Ethik für Innovationen“
Bruchsal (Nb). Wie können wissenschaftliche und technologische Innovationen so gestaltet werden, dass sie dem Menschen und der Gesellschaft zugutekommen? Oft sind Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Quantentechnologien im Einsatz, bevor die Regeln dieses Einsatzes geklärt werden. Wer entscheidet dann darüber, welche technologischen Entwicklungen wünschenswert sind und wo Grenzen liegen? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Heisenberg- Gymnasiums Bruchsal (HBG) bei ihrem Besuch der UNESCO-Tagung „Ethik für Innovationen: Wie gelingt Technologie mit Verantwortung im 21. Jahrhundert?“ in Karlsruhe.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Verantwortung und damit auch Folgenabschätzung mit technischem Fortschritt verbunden ist. Denn Entwicklungen wie die der Künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten, werfen gleichzeitig aber auch gesellschaftliche und ethische Fragen auf. Damit bot der Besuch für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, nicht nur aktuelle technologische Entwicklungen aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Dabei wurde vielmehr deutlich, dass sich nicht jede Frage allein mit einer weiteren technischen Lösung beantworten lässt. Vielmehr braucht es einen ständigen, offenen gesellschaftlichen Austausch darüber, welche Technologien entwickelt und wie sie eingesetzt werden sollen.
Die Expertinnen und Experten des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT und dem ZKM sowie des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung zeigten den Schülerinnen und Schülern eindrücklich auf, dass Innovation und Verantwortung zusammen gedacht werden müssen - in einer ständigen demokratischen Diskussion, die Wissenschaft, Politik, Bildung, Kultur und die Zivilgesellschaft zusammenbringt. Und damit sind die Schülerinnen und Schüler auch selbst dazu aufgerufen, diesen Prozess in der Zukunft mitzugestalten.
