Englandfahrt 2026 – Eine Woche voller britischer Erlebnisse

Ettlingen, Karlsruhe (Hm).Vom 18. bis 23. Oktober 2026 hieß es für 30 Schülerinnen und Schüler des Heisenberg-Gymnasiums aus Karlsruhe und Ettlingen wieder: Off to England! Bereits zum vierten Mal führte die Studienfahrt über den Ärmelkanal nach Margate in der Grafschaft Kent. Begleitet von den Lehrkräften Eva Brucker, Freya Hemesoth und Andreas Zimmermann erwartete die Gruppe eine abwechslungsreiche Woche voller neuer Eindrücke, spannender Ausflüge und typisch britischer Erlebnisse.

Der Startschuss fiel am Sonntagmorgen um 5:30 Uhr – für manche sicherlich noch mitten in der Nacht. Bereits auf der Hinfahrt war für erste Aufregung gesorgt, denn nicht alles verlief ganz nach Plan. Doch mit etwas Improvisationstalent konnten schließlich alle die Reise fortsetzen. In Margate angekommen, wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Gastfamilien empfangen, bei denen sie während der Woche den britischen Alltag hautnah kennenlernen und ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellen konnten.

Gleich am ersten Ausflugstag stand mit Leeds Castle eines der schönsten Schlösser Englands auf dem Programm. Bei einer Audiotour erkundeten wir die historischen Räume des beeindruckenden Wasserschlosses. Besonders interessant war eine neue digitale Attraktion: Mithilfe künstlicher Intelligenz konnten die Schülerinnen und Schüler mit einem virtuellen Avatar von Eleanor of Castile ins Gespräch kommen und so auf ungewöhnliche Weise in die Geschichte eintauchen. Auch außerhalb der Schlossmauern gab es einiges zu entdecken. Ein riesiges Labyrinth und eine Runde Crazy Golf sorgten für Spaß und Abwechslung.England 5

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Canterbury, einer Stadt mit einer faszinierenden Geschichte und einer wunderschönen historischen Altstadt. Bei einer Stadtführung erfuhren wir Wissenswertes über die Vergangenheit des Ortes, bevor Zeit blieb, die kleinen Geschäfte zu erkunden und sich mit einem Mittagessen zu stärken. Anschließend besichtigten wir den Westgate Tower, der früher unter anderem als Gefängnis diente. Unser ausgesprochen gesprächsfreudiger Guide erzählte mit großer Begeisterung von der bewegten Geschichte des mittelalterlichen Stadttors. Weniger begeistert zeigte sich das Wetter: Der typisch englische Regen begleitete uns an diesem Tag ziemlich ausdauernd.

Ein absolutes Highlight war natürlich der Tagesausflug nach London. Schon die Anreise mit dem Boot auf der Themse, vorbei an berühmten Sehenswürdigkeiten und unter der Tower Bridge hindurch, bot eindrucksvolle Ausblicke auf die britische Hauptstadt. Am Borough Market konnten wir uns durch das vielfältige kulinarische Angebot probieren, bevor es zum ausgiebigen Sightseeing und Shopping ging. Besonders der riesige LEGO Store erfreute sich großer Beliebtheit. Natürlich durfte auch ein Blick auf den Elizabeth Tower mit seiner berühmten Glocke Big Ben nicht fehlen. Die Fahrt mit der Londoner Underground sorgte zwischenzeitlich für etwas Aufregung, als unsere Gruppe kurzzeitig auseinander geriet. Am Ende fanden aber alle wieder zusammen und kehrten mit vielen neuen Eindrücken nach Margate zurück.

Eine ganz besondere Erfahrung war der Besuch einer britischen Grammar School. Jeder Schülerin und jedem Schüler wurde ein englischer „Buddy“ zugeteilt, den sie oder er einen Tag lang im Unterricht begleiten durfte. So konnten wir das britische Schulsystem unmittelbar kennenlernen und Unterschiede zum deutschen Schulalltag entdecken. Für besonders viel Gelächter sorgte der Deutschunterricht, in dem einige unserer Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren englischen Mitschülern immer längere und skurrilere deutsche Bandwurmwörter erfanden.

Doch auch abseits des offiziellen Programms kam keine Langeweile auf. In Margate blieb Zeit, die englische Küstenstadt zu erkunden. Ein abendlicher Spaziergang am Strand, natürlich mit einem leckeren Eis von Morelli’s, sorgte für echtes Urlaubsgefühl. In der Spielhalle konnten einige außerdem ihr Geschick unter Beweis stellen und auf den Tanzautomaten ihre besten Dance Moves präsentieren. Das Wetter zeigte sich dabei von allen Seiten: Mal genossen wir fast sommerliche Temperaturen, mal wurden wir bis auf die Haut nass. Eben ganz nach dem Motto: Typical British weather!

Auch die Heimreise hielt noch eine Überraschung bereit. Aufgrund angekündigter Stürme wurden mehrere Fährverbindungen gestrichen, sodass unsere Rückfahrt zunächst auf der Kippe stand. Doch wir hatten Glück im Unglück und konnten auf eine frühere Fähre ausweichen. So erreichten schließlich alle wohlbehalten und mit vielen Geschichten im Gepäck wieder die Heimat.

See you again, England!

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