Erfolg beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“
Ettlingen (Amaia Rodman, Wi).Wie könnte der steigende weltweite Bedarf an Nah-rungsmitteln gedeckt werden, die lange haltbar sind und gute Nährwerte aufweisen?
Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt „MycoRice“ von Heisenberg-Schülerin Amaia Rodman und Silas Hauck. Mit seinem zukunftsorientierten For-schungsansatz überzeugten die beiden die Jury beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ am 26. und 27. Februar in Pforzheim und errangen im Fachbereich Biologie einen ersten Platz. Damit hat sich das Projekt für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ qualifiziert, bei dem es Ende März in die nächste Runde geht.
„MycoRice“ liegt die Idee zugrunde, dass Grundnahrungsmittel wie Reis durch Fer-mentation mit Pilzen haltbarer, proteinreicher und sicherer werden. Durchgeführt wurde das Projekt im Rahmen der Kooperationsphase des Hector-Seminars Karlsru-he am Max Rubner-Institut, an dem in Kooperation mit Forschungseinrichtungen, u. a. in Kenia, auch an der erhöhten Sicherheit der entstehenden Lebensmittel ge-forscht wird. Durch das Fermentieren wird die Gefahr eines Schimmelbefalls mini-miert und damit auch das Entstehen giftiger Afla- und Mykotoxine in existenziellen Grundnahrungsmitteln verringert.
Amaia Rodman und ihr Projektpartner impften dafür Reis mit den bereits in der Le-bensmittelherstellung etablierten Pilzarten Aspergillus o-ryzae und Penicillium camemberti. Wer Sojasoße zum Kochen verwendet oder fran-zösischen Weichkäse mag, kennt die beiden Pilze bereits aus seiner Küche. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden dann jeweils zwei Reisproben bei verschie-denen Temperaturen inkubiert. Während dieser Zeit wurde das Wachstum beobach-tet und im Nachhinein wurden Proteingehalt und -zusammensetzung des entstehen-den Ferments ermittelt. Hierbei konnte tatsächlich ein erhöhter Proteingehalt im Ge-gensatz zum unbeimpften Reis gemessen werden.
Amaia Rodman und Silas Hauck bedanken sich für die Unterstützung beim Max Rubner-Institut, das die Forschung erst ermöglicht hat, bei ihren BetreuerInnen vom Hector-Seminar für die langjährige und engmaschige Betreuung und Unterstützung und bei ihren Schulleitungen.
