Lusers Linien

HBG-Schülergruppe besucht Mannheimer Kunsthalle

Bruchsal (Madison Vidacic). Der Kunst-Leistungskurs sowie einige Schülerinnen und Schüler des Grundkurses der Klassenstufe elf des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal fuhren gemeinsam Mitte Februar 2026 in die Kunsthalle Mannheim, um dort die Werke des österreichischen Künstlers Constantin Luser kennenzulernen.
Die Führung durch seine Ausstellung „Form, Klang und Stille“ zeigte anhand filigraner Skizzenbücher, raumgreifender Wandzeichnungen und Instrumentenskulpturen, wie sich die Linie als dynamisches Medium entfaltet. Seine Werke verbinden visuelle, akustische und räumliche Elemente miteinander.
In Lusers Arbeiten treffen erfundene Maschinen, Werkzeuge und skurrile Objekte aufeinander. Er verbindet sie durch feine Linien zu einem dichten Gefüge. Besonders beeindruckend waren seine Wandarbeiten und Drahtskulpturen. Die Linie auf der Wand weitet sich in den Raum aus und wird zur filigranen Drahtskulptur, die frei im Raum schwebt.                                                                        
Diese Gebilde reagieren auf Bewegung und Perspektivenwechsel, wodurch ständig ein neues Bild entsteht. Außerdem fallen Schatten auf die Wand, die die realen Linien überlagern. Zudem begleitet Musik Constantin Luser schon seit seiner Kindheit. Ein zentrales Werk ist der „Vibrosaurus“, welcher ebenfalls in der Kunsthalle ausgestellt ist. Der Messingkörper aus Posaunen, Tuben und Trompeten erinnert an ein Dinosaurierskelett und verbindet Skulptur mit Klang.
Luser nutzt ebenfalls die Drahtografie:                                                                            Ein aus Draht geformtes Motiv wird auf angefeuchtetes Papier gelegt und mit einer Prägedruckpresse tief ins Material eingedrückt. Dabei entsteht ein reliefartiges Bild, ganz ohne Farbe. Er kreiert ein Doppelbild aus Spur und Objekt, indem er den Draht selbst im Papier eingebettet lässt.

Im anschließenden Praxisteil konnten wir selbst ausprobieren, wie es ist, mit einer Linie im Raum zu arbeiten. Dafür erhielt jeder ein Stück Pappe sowie dicken und dünnen Draht, den wir biegen, verbinden und mit Materialien wie Papier oder Kreppband ergänzen konnten. Dabei wurde schnell deutlich, wie herausfordernd es ist, aus einer einzelnen Linie ein stabiles und zugleich ausdrucksstarkes Werk zu schaffen.

Nach der 90-minütigen Führung durch Lusers Werke haben wir noch weitere Ausstellungen der Kunsthalle Mannheim erkundet und zahlreiche interessante Arbeiten betrachten können.

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