Mit Grasgeruch und Sand in den Schuhen
HBG-Studienfahrt in die Niederlande
Bruchsal (Lara-Sophie Weigandt). Die Studienfahrt der Klassenstufe elf des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal (HBG) ging im Frühjahr 2026 nach Amsterdam. Der Grasgeruch war das Erste, das uns auffiel, als wir in aus dem Bus steigen. Als professionelle Touris ging es abends erstmal zu einer Aussichtsplattform auf einem Hochhaus, souverän wichen wir auf dem Weg den Fahrrädern aus. Nach einer kurzen und kostenlosen Fährenfahrt waren wir da, mit dem von einer Lightshow begleiteten Fahrstuhl fuhren wir nach oben. Dort angekommen, mussten wir erst die obligatorischen Fotos schießen. Kurz danach verkündeten die Lehrer, wir dürften ausschwärmen und - hungrig, wie wir waren - nach Essen suchen.
Am nächsten Morgen saßen wir alle in einem Binnenschiff und sind gemächlich durch die Flüsse von Amsterdam geglitten, während wir mit Fun Facts beschallt wurden. Ein paar von uns entschieden sich mit drei Lehrern später Tickets fürs Ballett am Donnerstagabend zu kaufen. Am Nachmittag gab es die Wahl zwischen Freizeit, einem Kunstmuseum und einem Museum über Schiffsfahrt.
Am dritten Tag ging es nach Rotterdam. Dort sind wir wieder Schiff gefahren, aber diesmal durch einen Hafen mit noch mehr Schiffen; auf dem Deck war es ein bisschen frisch, aber keine Sorge, wir haben uns nicht erkältet. In einem Land zu sein, dass an das Meer grenzt, den Strand nicht zu besuchen, ging natürlich nicht, also sind wir nach Den Haag gefahren, um dafür zu sorgen, dass ausnahmslos alle von uns Sand in den Schuhen hatten.
Der Donnerstag galt dem Ziel, noch mehr Bildung in uns hineinzubekommen. Als erstes ging es deshalb ins Rijksmuseum, um Kunstwerke zu betrachten. Danach ging es für viele von uns ins Anne-Frank-Haus. Ein paar von uns wollten an diesem Abend mit unseren Lehrkräften Herrn Betzler, Herrn Wurth und Frau Chapman ins Ballett gehen; wir trafen uns davor und versuchten, gemeinsam den Eingang zu finden. Die einzige Gruppe vor dem Eingang, außer uns, waren Aktivisten, die definitiv nicht ins Ballett wollten. Als wir uns schon entschieden hatten, um das Gebäude herum zu gehen, holte Frau Chapman ihr Handy heraus und rief uns zurück: Tatsächlich hätte es nichts gebracht, um das Gebäude herum zu gehen, denn das Theaterstück war in Den Haag und nicht in Amsterdam, und dorthin hätten wir es leider nicht mehr zeitig geschafft (Wir haben uns danach gegenseitig versucht zu überzeugen, dass die Ballettaufführung sowieso schlecht gewesen wäre). Am Freitagmorgen hat dann nur etwa die Hälfte der Schüler Amsterdam noch ein letztes Mal aus dem Busfenster sehen können, der Rest hat geschlafen.
