Nachhaltig entwickelt

HBG Bruchsal erhält als erste Schule in Baden-Württemberg die BNE-Plakette

   Bruchsal (Se/Ld). Beeindruckt von der Vielzahl an langfristigen Projekten und deren Verankerung im Schulleben und im Unterricht am Heisenberg-Gymnasium Bruchsal (HBG) zeigte sich jetzt Richard Schürmann, BNE-Regionalkoordinator des Nachhaltigkeitsnetzwerks Baden-Württemberg. Bereits bei der Gründung des BNE-Schulnetzwerkes in der Klima Arena in Sinsheim im November 2019 war das HBG vertreten und erhielt nun als erste Schule Baden-Württembergs die BNE-Plakette verliehen, die bescheinigt, dass die UNESCO-Projektschule die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) fest in seinen Unterrichtsalltag verankert hat.
   Schon seit der Gründung der Schule wurde über internationale Partnerschaften – insbesondere das Entwicklungshilfeprojekt in Mitraniketan (Indien) – der Nachhaltigkeitsgedanke als eine der großen Handlungsperspektiven verfolgt. Schon bevor Global Citizenship und BNE als Schlagworte und Leitperspektiven existierten, verfolgten Lehrkräfte und Schülerschaft des HBG diese Ziele. Dabei richtet das HBG als MINT-Exzellenz-Schule sein Augenmerk neben dem interkulturellen Lernen auch auf die Verknüpfung von MINT und BNE, um mit naturwissenschaftlich-technischen Lösungen die Lebenswelt von morgen nachhaltig zu gestalten. Seit über zehn Jahren werden am HBG Themen der Nachhaltigkeit auch von der naturwissenschaftlichen Seite her beleuchtet und Zusammenhänge im forschend-entdeckenden Unterricht handlungsorientiert angegangen.
   Viele Wettbewerbserfolge sowie die Verankerung in den Schulcurricula und eine entsprechende Berichterstattung sind Kriterien, die Koordinator Schürmann als äußerst positiv hervorhob. Besonders bemerkenswert sei unter anderem der frühzeitige Erfolg einer Schülergruppe mit Lehrerin Vera Honert beim OsKarl 2012. Das HBG Bruchsal erfülle schon jetzt alle Kriterien, die in Zukunft als Messlatte an die Mitglieder im BNE-Netzwerk angelegt werden sollen. Raoul Landt, MINT-Verantwortlicher am HBG, zeigte beispielhaft die interdisziplinäre Vernetzung des kompletten MINT-Bereichs auf, wodurch Nachhaltigkeit auch im Lernen, nicht nur als Lerngegenstand, verfolgt wird.
   Dass am HBG die Schüler wirklich begeistert sind, sei unmittelbar auf die hervorragende Lehrerschaft am HBG zurückzuführen, die BNE unterstützen und leben, so Schulleiter Manuel Sexauer. Die Vielzahl an sehr gut besuchten Arbeitsgemeinschaften (AG) - von den Forscher- und UNESCO-AGs bis hin zu der Schulgarten-, Wildwiese-, Bienen- und Nachhaltigkeits-AG - zeigten auf, dass sich viele Schülerinnen und Schüler tatkräftig engagieren. „Dabei helfen die vielen Netzwerke und Partnerschaften, von der UNESCO über den UNESCO-Lehrstuhl der PH Heidelberg bis hin zur Klimastiftung für Bürger, Projektideen zu entwickeln und zu verwirklichen“, so Sexauer, sichtlich stolz auf sein Kollegium, und prophezeite: „Die Ideen gehen uns nicht aus!“ In Planung sind etwa der Ausbau der Streuobstwiese, Einreichungen der Seminarkursarbeiten zum Thema Nachhaltigkeit bei „Jugend forscht“, die Einrichtung einer Klimastation im Verbund der UNESCO-Schulen mit deren Einbindung in den regulären Geographie- und NwT-Unterricht, nachhaltiger Umgang mit den Schulmaterialien und vieles mehr. „Gelebte Nachhaltigkeit ist eine Denk- und Handlungsweise und ein andauernder Prozess, bei dem alle Beteiligten einen langen Atem brauchen“, sagte Sexauer. Umso beeindruckender sei es, was die Schülerinnen und Schüler des HBG unter der Regie ihrer Lehrkräfte bereits erreicht hätten.

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Richard Schürmann (links) und Manuel Sexauer
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Raoul Landt, Vera Honert, Richard Schürmann, Manuel Sexauer (von links)

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