„Die Wissenschaft ist gefragt wie nie“

HBG Bruchsal bei MINT-EC-Jubiläumsfeier mit Prof. Dr. Christian Drosten

   Bruchsal (Be/MINT-EC). Als MINT-EC-Exzellenzschule hat das Heisenberg-Gymnasium Bruchsal (HBG) an der virtuellen Feier zum 20-jährigen Jubiläum des nationalen Schulnetzwerks teilgenommen. Schulleiterinnen und Schulleiter aus 332 Gymnasien tauschten sich dabei in 36 Workshops zu aktuellen Bildungsthemen aus. Zudem gab es Vorträge von SAP-Vorstandsmitglied Thomas Saueressig und dem Virologen Prof. Dr. Christian Drosten von der Berliner Charité. Auch verschiedene Institutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentierten sich bei der Online-Veranstaltung. Für das HBG waren Schulleiter Manuel Sexauer sowie die für den Bereich zuständigen Lehrer Raoul Landt (MINT) und Yuri Bayat (IT) mit von der Partie. Als Ganztagesgymnasium legt die Bruchsaler Privatschule einen besonderen Fokus auf den MINT-Bereich, der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik umfasst.
   „Die große Stärke von MINT-EC sind die hervorragenden und engagierten Schulen einerseits und die vielen aktiven Partner und Förderer, die seit zwei Jahrzehnten immer wieder anspruchsvolle MINT-Programme ermöglichen“, sagte Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender von MINT-EC. Zudem dürfen MINT-EC-Schulen das von der Kultusministerkonferenz der Länder unterstützte MINT-EC-Zertifikat für besonders engagierte Schülerinnen und Schüler verleihen. Es bietet Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Länder unabhängige Einordnung der Schülerleistungen. Darüber hinaus unterstützt MINT-EC die Vernetzung der Schulen untereinander sowie mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
   „Die Wissenschaft ist gefragt wie nie“, betonte denn auch Prof. Drosten, weshalb es umso wichtiger sei, „junge Leute hineinwachsen zu lassen.“ Gerade der MINT-Bereich sei mit Blick auf das Abstraktionsvermögen und das Verstehen von Zusammenhängen enorm wichtig. Dafür seien nicht nur begeisternde Lehrkräfte, sondern auch Lehrmaterialien auf dem neuesten Forschungsstand nötig. Drosten ging auch auf die Rolle von Jugendlichen als Multiplikatoren ein, da sie wissenschaftliche Informationen und Erklärungen in die Gesellschaft weitertragen würden. Auch mit Blick auf die Wahl des richtigen Studienfachs sowie Berufs seien MINT-Fächer relevant, man müsse rechtzeitig lernen, was das Forscherdasein bedeute. Dazu sei es für Universitäten und Schulen in Deutschland wichtig, an einem Strang zu ziehen, appellierte Drosten.
   Die drei Dutzend Workshops bildeten eine breite Palette bildungsrelevanter Themen ab – von „Lernen mit YouTube“ bis „Aus dem All ins Klassenzimmer“. Bei Yuri Bayat, dem IT-Beauftragten des HBG ging es um die Frage „iPad-Konzept – war´s das?“. Dabei betonte er die große Herausforderung einer nachhaltigen Integration digitaler Medien an Schulen, da jede individuell sei und kein Konzept überall funktioniere. Trotzdem sei es wichtig, voneinander zu lernen. Er skizzierte den Weg des HBG Bruchsal zu einer tragfähigen 1-zu-1-Lösung mit iPads für Lehrkräfte und Schülerschaft und bot allerlei Anregungen zum Nachmachen bzw. zur Fehlervermeidung.
   „Der Einsatz von Laptops und iPads ermöglicht ein interdisziplinäres, aufeinander aufbauendes und spiralcurricular verankertes Arbeiten mit digitalen Medien und digitalen Messwertsystemen, die sinnvoll, zielorientiert und nach wissenschaftlichen Standards in den jeweiligen Klassenstufen eingesetzt werden“, ergänzte der MINT-Beauftragte des HBG, Raoul Landt. Gleichzeitig sei dem HBG aber auch die Weiterbildung im Bereich der Technikethik wichtig, denn „die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl das eigene als auch das gesellschaftliche Handeln im digitalen Zeitalter stets kritisch hinterfragen.“

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